Privatpraxis Birgit Wandt - Heilpraktikerin für Psychotherapie
Ängste überwinden  -  Auswege finden  -  Mentale Gesundheit für mehr Leben        
 
 
 

Lassen Sie sich von guten Nachrichten beflügeln!

Ab Januar 2018 nehme ich mir noch mehr Zeit für Sie!

Ich freue mich, dass Sie meine Arbeit schätzen und mich an Menschen, die Ihnen nahe stehen, weiterempfohlen haben.

An dieser Stelle sage ich herzlich "Danke"!

Sie haben dazu beigetragen, dass ich meine Praxisöffnungszeiten ab Januar 2018 erweitern werde. Sie werden dann die Möglichkeit haben, in meiner Praxis Termine montags bis freitags in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr abzustimmen. Und donnerstags biete ich nach Vereinbarung sogar Termine nach 18.00 Uhr an.

Therapie jetzt donnerstags in den Abendstunden möglich

Sie waren erfolgreich mit Ihrer Bewerbung und wurden jetzt zum Vorstellungs-gespräch eingeladen? Das ist für viele der Zeitpunkt, an dem sich innerliche Unruhe und Unwohlsein einstellen. Einige teilen die Zeit bis zum Vorstellungstermin mit ausgeprägten Angstsymptomen, wie Schwindel, Zittern, Schwitzen und starker Übelkeit. Angst hat viele verschiedene Gesichter und bringt ebenso unterschiedliche Symptome hervor. Das Begegnen mit fremden Menschen kann Herzrasen auslösen, der Weg zum Einkaufen kann mit Schwindelgefühlen einhergehen, der Kinobesuch kann Hyperventilation auslösen, das Fliegen mit dem Flugzeug kann Durchfall und Erbrechen hervorrufen oder das Warten in der Schlange an der Kasse kann Anspannung und Panikattacken auslösen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und eine Lösung für Ihre aktuelle Lebenssituation suchen, dann können Sie jetzt online donnerstags Termine in den Abendstunden in meiner Praxis buchen. Ich unterstütze Sie bei der Bewältigung Ihrer belastenden Beschwerden. Sie bekommen fundiertes Wissen über den Umgang mit Ängsten vermittelt und lernen Methoden kennen, so dass Sie selbst aktiv an der Reduktion Ihrer Leidenszustände arbeiten können. Auf diese Weise werden Sie zum Experten im Umgang mit Ihren individuellen Angstauslösern.

Hier geht es zum Online-Termin.

"Wartezeiten überbrücken"

Was Sie tun können, wenn die Wartezeit auf einen Therapieplatz zur Qual wird:

Sie fühlen sich schon länger nicht mehr wohl in Ihrer Haut, leiden unter Antriebslosigkeit, depressiver Stimmung, Ängsten oder stetig wachsender Überforderung und müssen monatelang auf einen Therapieplatz warten?

Ab sofort biete ich Sprechstunden an, in denen Sie eine erste Orientierungshilfe bekommen bis Sie einen Therapieplatz gefunden haben.

Im Rahmen dieser Sprechstunden haben Sie die Möglichkeit, mir Ihre Symptome und Selbstbeobachtungen zu schildern und können Fragen stellen, die Sie in Ihrer aktuellen Lebenssituation beschäftigen.

Es findet eine eingehende diagnostische Abklärung und Erstberatung statt. Dazu setze ich standardisierte testpsychologische Instrumente ein und führe eine Anamnese durch, die sich an Ihren individuellen Fragen orientiert.  Beratungstermine vereinbare ich gerne telefonisch oder per Email unter kontakt@birgit-wandt.de mit Ihnen. Wenn Sie online Termine vereinbaren möchten,
klicken Sie bitte OnlineTermin.


Hier können Sie stöbern und finden die Good News der letzten Monate:

"S T O L Z" ist hier das aktuelle Thema.

Was ist Stolz? Ein Zustand? Eine Zeitspanne? Ein Gefühl? Wer ist stolz? Wann darf ich stolz sein? Ist es gut für uns stolz zu sein? Oder wirken wir mit Stolz überheblich? Wann waren Sie das letzte Mal so richtig stolz?

Laut einer Definition sei Stolz das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst oder anderen. Stolz habe etwas mit Hochachtung vor sich selbst zu tun. Wir freuen uns über etwas, das wir geleistet haben oder das wir besitzen. Der Stolz sei die Freude, die der Gewissheit entspringt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben. Dabei könne der Maßstab, aus dem sich diese Gewissheit ableitet unterschiedlichen Wertehorizonten unterliegen.

Eins ist in jedem Fall sicher.
Stolz ist eine elementare Emotion, die wir viel zu selten ausleben.

Früher als wir noch Kind waren, da waren wir stolz, dass wir plötzlich "Laufen"
konnten. Später kam das "Sprechen" hinzu, das uns stolz machte. Dann lernten wir "Lesen und Schreiben", was uns mit Stolz erfüllte. Wir führten unser neues Können allen vor. Wir zeigten jedem, worauf wir stolz waren und hatten keine Scheu, wie unsere Umgebung auf unsere Selbstzufriedenheit reagiert. Im Gegenteil, wir steckten voller freudiger Erwartung und beobachteten das Echo in unserem Umfeld.

Heute, als Erwachsene, droht das Auftreten der Emotion Stolz fast zu verkümmern. Mal abgesehen davon, dass wir selbstverständlich die Gelegenheit beim Schopf packen und beim nächsten EM-Fußballspiel unseren Nachbarn den neuen 80 Zoll Fernseher mit Full HD nebst Wurstplatte und Chips präsentieren!

Wenn Sie sich schon länger nicht mehr mit Ihrem Stolz beschäftigt haben, dann lade ich Sie ein, sich einmal die Zeit zu nehmen und die Dinge, Tatbestände und Erinnerungen aufzulisten, die Sie mit Stolz verbinden. Spulen Sie zurück und schauen einmal nach, was Sie stolz gemacht hat und worauf sie aktuell stolz sind. Nehmen Sie sich gerne 10 Minuten Zeit dafür und schreiben Sie alles auf ein Blatt Papier! - Wir brauchen es eben immer "schwarz auf weiß" -.

Sobald Sie Ihre kleine Reise durch die Vergangenheit bis zum heutigen Tag abgeschlossen haben, werden Sie feststellen, wieviel Stolz in Ihnen steckt.
Leider halten wir ihn häufig „versteckt“.
Warum neigen wir als erwachsene Menschen dazu, unseren Stolz zu tarnen?
Das ist nicht nur anstrengend, sondern dieses Verhalten raubt uns wahre Glücksmomente!

Also, lassen wir es raus! Seien wir täglich stolz auf uns! Spüren wir die Kraft, die daraus entspringt und nutzen wir diese Energie bei der Gestaltung unseres weiteren Lebens. Stolz ist eine Brücke zum Glück. Wir dürfen diese Brücke auch überqueren. Lassen wir zu, dass wir glücklich sind.

Und falls es einmal nicht so gut läuft: Werfen wir wieder mal einen Blick auf unsere "Stolz-Liste" und genießen die Kraft, die unsere zehnminütige Ausarbeitung nachhaltig haben wird.

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 "U R L A U B" ist das Thema.

Kennen Sie auch das Gefühl der Urlaubsreife?

Welche Bilder tauchen bei Ihnen auf, wenn Sie an URLAUB denken?

Verbinden Sie mit URLAUB die Sonne, den Strand und das Meer?
Denken Sie an wandern, segeln, klettern? An radeln, lesen oder tauchen?

Viele Menschen haben ihre Zeit im Urlaub getaktet, bevor der Koffer gepackt ist. So, als wenn es sich um eine Arbeitswoche handeln würde.
Jeder Tag ist mit Aktivitäten gefüllt! Organisiert! Strukturiert! Effizient!
Erholung bleibt da häufig auf der Strecke. Der Plan ist, alle Dinge, für die sonst wenig Zeit bleibt, im URLAUB nachzuholen.

Ich stelle mir die Frage, wie es uns geht, wenn wir in zwei Wochen Urlaub, das nachholen wollen, was wir während der 50 verbleibenden Wochen des Jahres nicht geschafft haben. Bringt uns die getaktete Urlaubsform die gewünschte Erholung?

Machen wir ein kleines Wortspiel per "DU". Ersetzen wir URLAUB mal mit ERLAUB.
Erlaub´ dir das zu tun, was dir im Urlaub in den Sinn kommt. Gestalte deinen Urlaub und plane deine Aktivitäten. Setze um, was dich antreibt!
Prüfe, ob du nichts vergessen hast! Denn, wie sieht es mit der Entspannung aus?

Was ist Urlaub für dich? Hegst du den Anspruch, dich zu erholen, dann mache dir selbst ein Geschenk. Schaue dich um! Damit meine ich nicht die ersten Stunden der Orientierung am Urlaubsort. Erlaub´ dir, an einem schönen Ort zur Ruhe zu kommen. Schenke dir Zeit.

Zeit zu sehen, was du siehst. Zeit zu hören, was du hörst. Zeit zu spüren, was du spürst. Zeit zu riechen, was du riechst. Zeit zu schmecken, was du schmeckst.
Nimm´ dabei wahr ohne zu bewerten. (Das fällt uns häufig schwer und braucht viel Übung). Nimm´ dir Zeit dich und deine Umgebung wahrzunehmen!

Hierbei handelt es sich um achtsames Wahrnehmen. Es ist der Schlüssel zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Es hilft dem Grübeln die Stirn zu bieten. Die Anspannung im Körper reduziert sich. Die Selbstwahrnehmung und damit auch die Selbstkontrolle verbessert sich. Aggressionen und Frustrationen werden durch Distanzierung leichter bewältigt u. v. m.

Ein Beispiel: Wer kennt das aufdringliche abendliche Grübeln? Ein Gedanke reiht sich an den anderen und lässt einen nicht zur Ruhe kommen, geschweigedenn in
den Schlaf finden. Grübeln hält häufig Depressionen aufrecht. Es wird zum Ritual, wie das Zähneputzen. Betroffene haben es schwer, sich vom Grübelverhalten zu befreien.  Hier ist Achtsamkeitstraining ein Mittel der Wahl. Grübelschleifen werden mit Hilfe der Wahrnehmung ohne Bewertung unterbrochen.

Wenn Sie im Urlaub achtsam sein möchten, dann probieren Sie es doch einfach mal aus. Erlauben Sie sich etwas Neues, etwas Unbekanntes! Sie werden staunen!

Denn auf diese Weise kann jeder jederzeit und überall Urlaub machen!

In meiner Praxis können Sie gerne unter therapeutischer Anleitung Ihre ersten
Erfahrungen mit dem Achtsamkeitstraining machen. 

Und jetzt verrate ich Ihnen etwas: Mein Urlaub steht an. Ich freue mich darauf, mir das "Achtsam sein" zu erlauben! Im Juni melde ich mich mit den nächsten Freitag-News wieder zurück. Bis dahin wünsche ich Ihnen ein schönes Pfingstfest! - "Erlauben Sie sich, gut zu sich zu sein!"

Ich schließe heute mit einem Zitat:
Eine Entdeckungsreise besteht nicht darin, nach neuen Landschaften zu suchen, sondern neue Augen zu bekommen. (Marcel Proust 1871 - 1922)



"A N G S T" ist hier das Thema.

Es gibt niemanden, der Sie nicht kennt. Angst ist eins der Gefühle, die wir überhaupt nicht schätzen. Sie bringt Unbehagen, Unsicherheit und Beklemmung mit sich und kann sich bis zur Panik steigern.
Wenn Angst uns regelmäßig begleitet, ist es, als ob ein nicht enden wollender Zug uns immer wieder überrollt, ohne dass wir überhaupt ein Ticket dafür gelöst haben.

Ängste können unser Leben erheblich beeinträchtigen. Sie können sich derart ausweiten, dass wir uns nicht mehr konzentrieren und nicht mehr arbeiten können oder in extremen Fällen, sogar nicht mehr das Haus verlassen können, ohne dass sie uns begleitet.

Der Zuspruch von Freunden „davor brauchst du keine Angst zu haben“, ist da vielleicht lieb gemeint, aber für den Betroffenen, der sich fürchtet, wenig hilfreich.

Wen wundert es dann, dass wenn für den Kollegen die Busfahrt zur Arbeit zur täglichen Tortur wird, dieser der Arbeit immer häufiger fernbleibt?

Jeder kennt das Gefühl der Angst. Es ist eine völlig normale Reaktion auf eine mögliche Gefahr. Angst hat eine schützende Funktion und sichert uns das Überleben. Sie ist ein guter Berater, wenn es darum geht Risiken abzuwägen.

Aber was geschieht, wenn Angst auftritt, obwohl wir uns nicht in Gefahr befinden? Wenn sie unbegründet und unangemessen wiederkehrt und ein derartiges Ausmaß annimmt, dass sie uns den Atem raubt? Was ist, wenn sie Herzklopfen verursacht, Schwindelgefühle mit sich bringt und uns in unserer Art zu leben beeinträchtigt? Dann kann es sich um eine Angststörung handeln, die therapeutisch abgeklärt werden sollte, bevor sie sich in alle Lebensbereiche ausdehnt.

Hier spricht man vom sogen. Teufelskreis der Angst. Häufig gesellt sich zur Angst noch die Angst vor der Angst hinzu. Sie wird als Erwartungsangst bezeichnet.                                           


                                          

Es spielt sich aktuell in unserem Kopf ab. Aber häufig sind es Erlebnisse der Vergangenheit, die wir generalisieren, Bilder und Gedanken, die uns Situationen ins Gedächtnis rufen, die negativ belegt sind oder Wahrnehmungen von Körperreaktionen, die fehlinterpretiert werden und zu einer Panikattacke führen können.

Häufig glaubt man die Lösung im Vermeiden von Auslösern gefunden zu haben.
"Wenn ich eine Fahrstuhl-Phobie habe, dann nehme ich eben die Treppe". - "Wenn ich unter einer Spinnenphobie leide, dann nehme ich mir ein Hotelzimmer anstatt zelten zu gehen." - Das klingt logisch!

Aber was ist, wenn das Einkaufen im Supermarkt mit Angst verbunden ist, wenn das Autofahren mit Panikattacken einhergeht und der Arbeitsplatz nicht mit Bus und Bahn zu erreichen ist? Was ist, wenn die Begegnung mit anderen Menschen angsteinflößend erlebt wird?

Vermeidung ist häufig das Mittel der Wahl.

Allerdings bleibt die Angst erhalten. Jede Vermeidung birgt die Bestätigung in sich, dass die Situation, die wir vermeiden, eine Gefahr darstellt. Wir erlauben uns auf diese Weise nicht, das Gegenteil zu erleben. Die Angst bleibt unser Begleiter und "kriecht" in viele Lebensbereiche, denn wir haben sie durch die Vermeidung konditioniert. Plötzlich stellen wir fest, dass sie sich bereits im Kopf "festgebissen" hat, wie eine Zecke. Die Sehnsucht nach einem angstfreien Leben ist dann der größte Wunsch Betroffener. Die Folgen sind nicht selten sozialer Rückzug und Depression.

Vielleicht kennen Sie den Rat "wenn du vom Pferd fällst, dann setze dich gleich wieder auf den Rücken des Tieres!"

Hier liegt in der Tat der Schlüssel zur Angstbewältigung.

Die Vermeidung ist der Weg, der oft bevorzugt gewählt wird, denn nur auf den ersten Blick scheint sie die Lösung zu sein. Die Konsequenzen der Vermeidung haben jedoch einen bitteren und langanhaltenden Beigeschmack.

Die Konfrontation mit angstauslösenden Faktoren, in Begleitung eines Therapeuten, findet daher in der Verhaltenstherapie Anwendung. Der Erfolg, sich auf diese Weise von Ängsten zu befreien, ist wissenschaftlich belegt.

Sollten Sie sich bei diesem Thema angesprochen fühlen, dann informiere ich Sie dazu gerne in meiner Praxis.

Denn alles, was wir einmal gelernt haben, können wir auch wieder verlernen! Entscheiden Sie sich für neue Wege  und wagen Sie den ersten Schritt! Es lohnt sich etwas zu verändern! 

"E N T T Ä U S C H U N G" ist hier das Thema.

Wir haben schon alle mit Enttäuschungen Bekanntschaft gemacht. Es ist ein Gefühl, dass weder vor „Männlein“ noch „Weiblein“ halt macht.

Da haben wir etwas erwartet, bewusst oder unbewusst, und plötzlich stellt sich heraus, dass sich unsere Erwartungshaltung nicht erfüllt.

Wenn wir Momente der Enttäuschung erleben, dann mischt sich häufig Entsetzen mit Hilflosigkeit. Manchmal gesellen sich dann noch Frustration und Resignation dazu.

Einige beschreiben das Gefühl der Enttäuschung mit „einem Stich in der Brust“, andere mit „ich fühle mich, wie gelähmt“.

"Können wir uns denn vor Enttäuschungen schützen?"

Vielleicht kennen Sie den Ratschlag:
“ Erwarte nichts, dann kannst du nicht enttäuscht werden!“

Aber soll das die Lösung sein? Es muss doch noch einen anderen Weg geben mit Enttäuschungen umgehen zu können.

Wenn wir uns das Wort „Ent“ – „Täuschung“ genauer ansehen, können wir einmal analysieren, wie es sich mit der Vorsilbe „Ent“ verhält. Nehmen wir bspw. das Wort „Ent – „waffnen“. Wenn ich jemanden entwaffne, der mich bedroht, dann ist das etwas Positives. Der Entwaffnete stellt keine Gefahr mehr für mich dar.

Ähnlich ist es mit der „Enttäuschung“. Es bietet sich an, hier zu betrachten, dass wir - ab dem Zeitpunkt, wenn sich die Enttäuschung einstellt - der Realität ins Auge sehen. Wir kennen ab diesem Moment die Wahrheit. Wir haben einen Schritt in Richtung Wirklichkeit gemacht. Auch das ist etwas Positives.

Dass Wahrheit mit Offenbarung einhergeht und schmerzlich sein kann, darüber sind wir uns wohl einig. Doch auf Dauer belogen zu werden, ist ebenso wenig nützlich, wie dauerhaft attraktiv.

"Wie hängt das jetzt zusammen – die Erwartungshaltung – die Enttäuschung – die Frustration und die Resignation?"

Gucken wir uns einige typische Denkmuster an, wie

  • „bald ist Muttertag, da bekomme ich Blumen…“
  • „der Nachbar ist immer so freundlich, er wird mich bestimmt auch zu seiner Grillparty einladen…“
  • „mein bester Freund sagt mir immer die Wahrheit…“

Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen.

Ab dem Zeitpunkt unserer Geburt, im Laufe unserer frühkindlichen Entwicklung, durch Erziehungsprozesse und durch eigenes Erleben haben wir alle individuelle Denk- und Verhaltensmuster entwickelt, die dazu geführt haben, dass wir in ganz konkreten Bahnen denken, fühlen und handeln. Damit einhergehend haben sich unsere  Erwartungen an uns selbst, an die Welt und an alle Menschen, die uns umgeben entwickelt und sind ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens.


Wenn wir uns bewusst machen, dass jede Erwartung eines Menschen, das Ergebnis der eben genannten Faktoren ist, dann können wir uns vorstellen, was
für eine Vielfalt an unterschiedlichen Erwartungen alltäglich im Umlauf ist, die erfüllt werden will.
Betrachten wir einmal die Zeit, die wir uns alle nehmen müssten, um diese Vielzahl von individuellen Erwartungshaltungen zu erfüllen. Ungeachtet der Tatsache, dass wir alle unter "chronischem Zeitmangel" leiden, halten sich unsere Erwartungs-haltungen versteckt in unseren Köpfen – sie schwirren als Regularien in unserem „ICH“. Niemand ausser uns selbst kennt unsere ungeschriebenen Gesetze.

Für den Fall, dass Sie demnächst einer Enttäuschung zum Opfer fallen, denken Sie daran, dass es niemandem möglich ist, alle umherschwirrenden und nicht ausge-sprochenen Erwartungshaltungen zu erfüllen. 

Das kann dienlich sein, um dem Gefühl der Enttäuschung nicht so viel Raum zu geben. Es kann helfen, die Wut zu regulieren, die Frustration gar nicht erst aufkommen und die Resignation nicht einziehen zu lassen. Es wird Sie davor bewahren, dem Energieräuber "Enttäuschung" zu unterliegen.

Halten wir mit "AKZEPTANZ" und "LÖSUNGSSUCHE" dagegen!
Das steht uns eindeutig besser zu Gesicht und hält unsere Psyche und unseren Körper im Gleichgewicht.

"B E G E I S T E R U N G" ist hier das Thema.

Gestatten Sie mir meine Neugier, wenn ich Sie frage;" Wann waren Sie das letzte Mal so richtig begeistert?"

Es gibt selbstverständlich für jeden von uns unterschiedliche Dinge, die uns begeistern.

Ich meine mit Begeisterung diesen Moment des Staunens, der eng mit einer Adrenalinexplosion und einer plötzlich auftretenden bombastischen Freude verknüpft ist. Ich meine die Phase, in der unser Körper voller Energie ist und wir diese Energie auch nach außen abgeben - sie quasi sichtbar machen - in der Art und Weise, wie wir reagieren. Der eine juchzt vor Begeisterung , der andere klatscht in die Hände, der nächste hält sich vor Erstaunen den Mund zu ... Ich beschreibe das Erleben, wenn sich eine Unerschütterlichkeit und Kraft in uns ausbreitet, die uns in Bewegung bringt, uns neugierig macht und uns motiviert unsere Ziele wieder neu in Augenschein zu nehmen.

Es ist aber nicht selten, dass wir bei der Frage nach der letzten derart erlebten Begeisterung sehr weit zurück blicken müssen. Vielleicht hat uns unser Kind das letzte Mal in beschriebener Weise begeistert, als es mit einer guten Note nach Hause kam, in einem Fach, das ihm bis dato nicht unbedingt gut lag. Oder es war die Erinnerung an den ersten Kuss, die uns diese geschilderten Empfindungen näher bringt, der Augenblick, in dem wir das Gefühl hatten zu schweben und gleichzeitig zu wanken im Raum der Zeit.

Laufen wir Gefahr das "begeistert sein" zu verlernen?

Die Hektik des Alltags, das zu erfüllende Pflichtprogramm, das ständig Geräusche von sich gebende Mobilfunkgerät, der Lärm im Straßenverkehr, die zeitraubende "Glotze", wir haben es jeden Tag mit einer Flut von Informationen zu tun, die bewältigt werden wollen. Wenn wir uns da nicht einiger Tricks bedienen würden, um dem Ganzen Stand halten zu können,  hätte das fatale Konsequenzen. Was tun wir also? Wir bauen Filter ein - jeder hat da so seine eigenen - diese Filter erlauben uns, uns abzuschirmen und schützen uns vor Überlastung.

Wenn wir jedoch zu viele Filter eingebaut haben, dann ist das vergleichbar mit einem Filterkaffee, wenn wir das Wasser auf das Kaffeepulver gießen, während wir nicht nur einen, sondern vielleicht 8 Filter benutzen. Der Kaffeegeschmack leidet darunter. Das Aroma geht durch so viele Schichten Papier, dass es in der Tasse fade und eher nach Papier als nach aromatischem Kaffee schmeckt.

Ähnlich geht es da unserer Begeisterung. Unsere zahlreichen Filter haben uns die Sicht versperrt, zu viele Filter haben Einfluss auf unsere Wahrnehmung und somit auch auf unsere Begeisterungsfähigkeit.

"Wenn ich Sie jetzt frage, ob Sie auf Begeisterung und die damit einhergehenden Gefühle künftig verzichten können, was antworten Sie dann?"

Also, ich für meinen Teil, brauche die Begeisterung, wie die Luft zum Atmen und möchte nicht darauf verzichten. Auch Forscher haben herausgefunden, dass im Zustand der Begeisterung emotionale Zentren im Gehirn aktiviert werden, die durch ihre Nervenzellen in andere Bereiche reichen und einen Cocktail von Botenstoffen ausschütten. Die Nervenzellen stellen dann bestimmte Eiweiße her, die für neue Synapsen im Gehirn sorgen, die wiederum unsere Konzentrations-, Merk- und Lernfähigkeit erhöhen und sogar Alzheimer Demenz vorbeugen können.

Das ist doch Grund genug, einmal unsere Filter auf den Prüfstand zu stellen und  ihre Sinnhaftigkeit und ihren Nutzen unter die Lupe zu nehmen.


Dieser Art der Überprüfung gebe ich bei Entspannungstrainings in meiner Praxis ebenso viel Raum, wie in meinen therapeutischen Settings und in meinem persönlichen Alltag. Es lohnt sich!

Denn die Jahre geben der Haut Falten. Fehlende Begeisterung gibt der Seele Falten. Wer sich für nichts mehr begeistern kann, lässt sein Gehirn zu einer Kümmerversion dessen schrumpfen, was aus ihm hätte werden können.

Lassen Sie uns jeden Tag begeistert sein! Schärfen wir wieder den Blick für Details!
Öffnen wir unsere Filter und entdecken im Bekannten das Unbekannte!

Bestimmen wir über den Geschmack unseres Filterkaffees!

Lassen wir uns von ihm begeistern, ganz gleich, ob er mit oder ohne Schaum serviert wird!

Genießen wir ihn und lassen wir unseren Geist am Genuss teilhaben. Denn wir wissen, Begeisterung hat auch etwas mit Geist zu tun!


 

 

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